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Angststörungen

Spezifische Phobien

Wenn Fliegen, Höhen, Spritzen, Tiere oder enge Räume starke Angst auslösen – und das Leben um die Angst herum organisiert wird.

Spezifische Phobien sind ausgeprägte Ängste vor bestimmten Objekten oder Situationen. Bei SONNFELS behandeln wir Phobien gezielt und individuell – oft schon in wenigen, konzentrierten Sitzungen.

Einordnung nach ICD-10F40.2Spezifische (isolierte) Phobien – gehört zu den phobischen Störungen (F40).

Eine kleine Auswahl

Spezifische Phobien können sich auf nahezu jedes Objekt oder jede Situation beziehen. Die folgenden Seiten zeigen nur eine kleine Auswahl häufiger Beispiele:

Spezifische Phobien verstehen

Bei einer spezifischen Phobie löst ein bestimmtes Objekt oder eine bestimmte Situation sofort starke Angst aus – etwa Höhen, Fliegen, Gondeln und Sessellifte, Tunnel, enge Räume, Spritzen und Blut oder bestimmte Tiere. Die Angst ist unverhältnismässig zur tatsächlichen Gefahr, und den Betroffenen ist das meist bewusst.

In einer Region wie der Zentralschweiz kann etwa die Angst vor Höhen, Bergbahnen oder Tunneln den Alltag spürbar einschränken.

Anzeichen und Symptome

Typische Anzeichen:

Gedanken und Gefühle

  • Sofortige, starke Angst beim Kontakt mit dem Auslöser
  • Erwartungsangst schon beim Gedanken daran
  • Wissen, dass die Angst übertrieben ist

Körperliche Anzeichen

  • Herzrasen, Zittern, Schwitzen
  • Schwindel
  • Bei Blut- und Spritzenphobie: Blutdruckabfall bis zur Ohnmacht

Verhalten

  • Konsequentes Vermeiden des Auslösers
  • Umwege und Einschränkungen im Alltag
  • Verzicht auf Reisen, Ausflüge oder medizinische Untersuchungen

Warum eine frühe Abklärung wichtig ist

Je früher eine Angststörung erkannt und behandelt wird, desto weniger kann sich die Vermeidung im Alltag ausbreiten. Eine sorgfältige Abklärung klärt:

  • Art, Dauer und Ausprägung der Beschwerden
  • Auslösende und aufrechterhaltende Faktoren
  • Mögliche Begleiterkrankungen wie Depression
  • Körperliche Ursachen, die ärztlich ausgeschlossen werden sollten
  • Bisherige Behandlungen und deren Wirkung
  • Ihre persönlichen Ziele und Ressourcen

Eine gründliche Abklärung ist die Grundlage für eine Behandlung, die wirklich passt.

Auswirkungen auf Beruf, Familie und Beziehungen

Auch eine „kleine“ Phobie kann grosse Auswirkungen haben:

Beruf

  • Verzicht auf Geschäftsreisen
  • Einschränkungen bei der Berufswahl

Gesundheit

  • Vermeiden von Arzt- oder Zahnarztbesuchen bei Spritzenphobie

Freizeit und Familie

  • Verzicht auf Ferien, Ausflüge in die Berge oder Flugreisen

So behandeln wir spezifische Phobien

Spezifische Phobien sind meist sehr gut behandelbar. Nach der Diagnostik planen wir gemeinsam, welcher Weg für Sie passt.

Ein Weg, der zu Ihnen passt

Am Anfang steht ein ausführliches Gespräch, in dem wir Sie und Ihr Anliegen in Ruhe kennenlernen. Daraus entwickeln wir gemeinsam einen Behandlungsplan, der zu Ihnen passt. Die Verhaltenstherapie kennt viele Wege – Exposition ist nur einer davon. Welche Schritte Sie gehen, bestimmen Sie. Wir begleiten Sie in Ihrem Tempo.

Mögliche Bausteine – je nach Ihrem Plan

  • Psychoedukation
  • Verstehen der eigenen Angstreaktion
  • Exposition in sensu und in vivo – gestuft und mit Ihnen abgestimmt
  • Konzentrierte Sitzungen, wenn gewünscht
  • Angewandte Anspannung bei Blut- und Spritzenphobie
  • Bearbeitung lerngeschichtlich relevanter Erfahrungen

Übungen können dort stattfinden, wo die Angst auftritt – wenn es für Sie passt. Wir finden einen Weg, der zu Ihnen passt.

Unser Angebot in Adligenswil

Bei SONNFELS behandeln wir Erwachsene ab 18 Jahren in Adligenswil bei Luzern – aus den Kantonen Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden sowie dem südlichen Aargau. Je nach Situation wählen wir gemeinsam die passende Form: regelmässige Psychotherapie, eine konzentrierte Einzel-Intensiv-Therapie oder Prävention. Viele verbinden Sitzungen in der Praxis mit Online-Sitzungen.

Unser Leistungsspektrum

Kontakt aufnehmen

Sie möchten wissen, ob eine Behandlung bei SONNFELS für Sie passt? Wir nehmen uns Zeit für ein erstes Gespräch und klären gemeinsam die nächsten Schritte.

Weiterführende Informationen

Häufige Fragen

Wie schnell lässt sich eine Phobie behandeln?

Spezifische Phobien sprechen oft gut und vergleichsweise schnell auf Behandlung an, teils schon in wenigen Sitzungen.

Muss ich mich dem Auslöser direkt stellen?

Nicht zwingend. Exposition ist ein möglicher Baustein; ob, wann und wie, besprechen wir gemeinsam – in Ihrem Tempo.

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Diagnose oder Behandlung. In einer akuten Krise wenden Sie sich bitte an Ihren Hausarzt, den ärztlichen Notfalldienst, die Dargebotene Hand (143) oder im Notfall an 144.

Ein geschützter erster Schritt.

Teilen Sie nur, was sich im Moment richtig anfühlt – ein Name oder Pseudonym und eine Kontaktmöglichkeit genügen.

Frau Martellotta oder Herr Barthel meldet sich innerhalb eines Werktags persönlich bei Ihnen, um Ihr Anliegen zu besprechen. Ein Erstgespräch ist meist schon nach wenigen Tagen möglich.

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